Halbseitige Sperrung der Billebrücke (Stand 15.11.2019)

An dieser Stelle können Sie einsehen, wie weit unsere aktuellen Projekte fortgeschritten sind – manchmal mit Foto, manchmal ohne, grob skizziert, ohne auf Details einzugehen. Natürlich wollen wir hier am Ball bleiben, aber wir probieren auch aus, gucken, was funktioniert und was nicht. Falls wir mal hinterherhinken, weil wir nicht mit voller Personalstärke dabei sind oder andere Anliegen noch wichtiger sind, sehen Sie uns das bestimmt nach. Und noch was: Wir schreiben hier klar und deutlich, frei Schnauze, nicht in Verwaltungsdeutsch.

Wie sieht die Aufgabe aus?
Wir stützen das Erdreich ab, das zwischen Schlossstraße und Bille ins Rutschen zu kommen drohte. Dafür muss eine Spundwand vor die historische Ufermauer gepresst und aufwändig abgestützt werden. Danach kann auch die Mauer selbst saniert werden. Diese wurde durch das Billehochwasser im Januar 2017 beschädigt.

Ist das kompliziert?
In der Tat. Abrutschendes Erdreich ist nicht alltäglich und verdammt gefährlich. Deshalb mussten wir Geologen fragen, was zu tun ist. Die Abstimmung von Behörden und Gewerken ist sehr zeitaufwändig gewesen, aber auch die Baustelle selbst hat es in sich. Mehrere Wände müssen in Erdreich und Bille gepresst werden. Die Stützwand wird durch eine Vielzahl von verstärkten und einbetonierten Pfählen, die auch unter die Straße gezogen werden, gestützt und befestigt. Darüber hinaus muss die neben der Brücke liegende Kanalisation unterbrochen werden. Schmutzwasser wird derweil durch eine eigens verlegte Leitung über die Brücke gepumpt.

Was läuft gerade?
Die Baustelle wird eingerichtet, erste Arbeiten haben begonnen.

Welche Schritte folgen noch?
Bauzeitenplan bis Ende November: Herstellung der Trägerbohlwand, Pressung einer Wasserschutzwand in der Bille, Räumung von Felsen und Steinen, Einbringung der Spundwand.

Wann wird’s fertig?
Die Baustelle wird laut Bauzeitenplan Ende März 2020 beendet sein. Das Wetter ist immer, vor allem aber im Winter, ein Unsicherheitsfaktor. Die Straße wird nach Möglichkeit und Baufortschritt bereits früher geöffnet. Zunächst müssen wir aber sehen, wie die Arbeiten vorankommen.

Ist eine Vollsperrung vorgesehen?

Nein.

 

Aktueller Stand der Baumaßnahme „Ufermauer“:

 

Bis jetzt durchgeführte Arbeiten:

  • Baustelleneinrichtung mit Anlieferung von Containern, Baufahrzeugen, Maschinen usw.
  • Absicherung des Baugeländes mit Bauzaun
  • Herstellung einer provisorischen Baustraße zum Schutz der Fahrbahn der Schloßstraße
  • Vermessungsarbeiten
  • Absteckung der Trasse für den Trägerbohlverbau zur Abstützung des Erdreichs während der Bauzeit
  • Durchführung von Suchschachtungen zur Lokalisierung von Versorgungsleitungen im Baufeld
  • Klärung von Baumschutzmaßnahmen
  •   Durchführung weiterer Suchschachtungen zur Erkundung der Gründung der Dänenbrücke, Versorgungsleitungen und des Wurzelbereichs der Linde
  • Abstimmung mit dem Abwasserverband bezüglich der Umverlegung der Abwasserleitung
  • Abstimmung und Durchführung des Baumkronenrückschnittes zur Herstellung der Baufreiheit für das Einbringen des Trägerbohlverbaus und der Spundwände
  •  Einbringen der Träger für den temporären Trägerbohlverbau
  •  Durchführung von baubegleitenden Schwingungsmessungen an der Dänenbrücke
  •  Kronenrückschnitt der Linde
  •  Räumung der wasserseitigen Spundwandtrasse von Hindernissen (Steine, Holzpfähle usw.)
  • Verschweißen der Spundbohlen

Zusätzliche Infos:

Beim Räumen von Hindernissen in der geplanten Spundwandtrasse (temporärer Spundwandverbau in der Bille) sind deutlich mehr Hindernisse (große Findlinge, Eichenpfähle, alte Fahrräder usw.) und auch in größerer Tiefe gefunden worden als nach den Baugrunduntersuchungen erwartet. Diese erschweren das Einbringen der Spundwand. Daher müssen diese Hindernisse Abschnitt für Abschnitt geräumt und direkt anschließend die Spundbohlen einvibriert werden.

Vorgesehene Arbeiten in der Woche 18.11. - 22.11.2019:

  • Abschnittsweise Räumen der wasserseitigen Spundwandtrasse und Einvibrieren der Spundbohlen