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Heizspiegel für Deutschland 2016

Unterschiede bei Heizkosten für Erdgas, Öl und Fernwärme
Heizkosten in ölbeheizten Häusern günstiger / Berechnung: Heizspiegel berücksichtigt jetzt auch Alter des Gebäudes

Erdgas, Heizöl oder Fernwärme – die Heizkosten für das Jahr 2015 haben sich uneinheitlich entwickelt. Haushalte, die mit Heizöl heizen, hatten durchschnittlich knapp 20 Prozent geringere Heizkosten als im Vorjahr. Bei Häusern mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung gab es kaum Veränderungen. In einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zahlten die Bewohner mit Heizölheizung im Schnitt 755 Euro, also 175 Euro weniger als 2014. In Wohnungen mit Fernwärme und Erdgas blieben die durchschnittlichen Kosten konstant bei 965 beziehungsweise 830 Euro. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2016, den die gemeinnützige co2online GmbH zum zwölften Mal in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. veröffentlicht hat. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Verbraucher können sich den Heizspiegel-Flyer mit neuen Vergleichswerten kostenlos im Reinbeker Rathaus abholen. Er liegt in der Informationswand im Foyer aus. Außerdem kann der Flyer als Datei unter www.heizspiegel.de heruntergeladen werden.

„Jeder freut sich, wenn die Heizkosten sinken. Aber niemand sollte sich dabei auf das Wetter oder die derzeit günstige Entwicklung der Energiepreise verlassen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Der einzige Weg, den Heizenergieverbrauch und die Heizkosten langfristig zu senken, sind ein angemessenes Nutzerverhalten und energetische Modernisierungen am Gebäude.“

Die Stadt Reinbek empfiehlt: „Egal ob Sie Mieter oder Eigentümer sind – nutzen Sie dieses Angebot und informieren Sie sich mit dem Heizspiegel über die Angemessenheit des Heizenergieverbrauchs und der Heizkosten Ihres Wohngebäudes!“.

Der Heizspiegel ist für Wohngebäude anwendbar, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. In den Vergleichswerten sind die Anteile für Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung enthalten. Erstmals berücksichtigt der neue Heizspiegel auch das Gebäude-Baujahr. So können Verbraucher den energetischen Zustand ihres Hauses noch genauer einstufen. Diese Heizspiegel-Vergleichswerte nach Baujahren sind auf www.heizspiegel.de ausschließlich online verfügbar. Für den Heizspiegel 2016 hat co2online rund 40.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.