STADTRADELN ist eine europaweite Kampagne des Klima-Bündnis, die nach einem Nürnberger Vorbild weiterentwickelt worden ist. Ziel des Wettbewerbs ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für vermehrte Radförderung zu setzten. Außerdem können Politiker(-innen) und lokale Entscheidungsträger dabei „erfahren“, was es bedeutet, in der eigenen Kommune mit dem Rad unterwegs zu sein und Anstöße bekommen,  Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Teams aus Kommunalpolitiker(-innen), Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger(-innen) sammeln an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat mit dem Rad. CO2-frei unterwegs sein und Spaß dabei haben!

Seit 2014 nimmt Reinbek an das Wettbewerb STADTRADELN teil. Stets wächst die Teilnehmerzahl und auch die Anzahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer. In nur fünf Jahren (2014-2018) hat Reinbek während der 21 tägigen STADTRADELN-Kampagne ganze 38 Tonnen CO2 vermieden! Allein durchs Fahrradfahren.

Zurzeit produziert jeder Deutsche durch Verkehr, Energie, Konsum und Ernährung im Durchschnitt jährlich ca. 10 Tonnen CO2-Äquivalente. Wenn dabei bedacht wird, dass für Deutschland eine Pro-Kopf-Emission von 1 Tonne pro Jahr bis 2050 realisiert werden soll, käme dabei eine Menge zusammen, wenn jeder so viele Strecken wie möglich mit dem Fahrrad (anstatt des Autos) zurücklegt.

Zusammen mit Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek, Reinfeld und Trittau bildet Reinbek auch das Team für Kreis Stormarn.

Die App

Neben dem Online-Radelkalender können über die (kostenfreie) App noch bequemer die Kilometer dem eigenen Team und der eigenen Kommune gutgeschrieben werden! Entweder händisch – ein Einloggen über das Internet ist dann nicht mehr notwendig – oder via GPS-Funktion: Die exakte Route wird aufgeführt und die zurückgelegten Kilometer direkt berechnet.

Verschiedenste Ergebnisübersichten sind ebenfalls einsehbar und über eine Kommentarfunktion kann mit dem eigenen Team kommuniziert werden, um sich z. B. für gemeinsame Touren zu verabreden oder sich gegenseitig für mehr Radkilometer anzufeuern.

„Jeder ist vom Klimawandel betroffen, ohne Ausnahme. Und wenn wir nichts unternehmen, werden wir, unsere Kinder und unsere Kindeskinder die Folgen tragen müssen. Noch haben wir eine Chance, unsere Zukunft zu gestalten. Ich glaube fest daran, dass wir es noch schaffen werden. Lösungen gibt es bereits und Klimaschutz kann jeder!“ 

Über mich

Bis September 2018 war ich für das Energiespar-Programm „fifty-fifty“ in Reinbek zuständig, das erfolgreich den Energieverbrauch an den eingebundenen Einrichtungen reduzierte. Ich habe Schulen und Kitas dabei unterstützt, den Konsum von Strom, Wärme und Wasser durch umweltbewusstes Verhalten zu reduzieren und klimafreundliche Aktivitäten in den Schulalltag zu integrieren. Zusätzlich arbeitete ich mehrere Jahre als Klimaschutzmanagerin im Bereich Mobilität für die Stadt Mölln. Erfahrung habe ich außerdem beim Fraunhofer Institut in Stuttgart, in den Vereinigten Nationen auf den Philippinen und in der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in Bonn gesammelt. 
Als "Climate Reality Leader", eine vom früheren Vizepräsidenten der USA, Al Gore, gegründete und von ihm persönlich begleitete Initiative, engagiere ich mich in meiner Freizeit in diversen Klimaschutzprojekten und bin Teil eines globalen Netzwerkes von Klimaschützern. Durch meinen akademischen Hintergrund als Ingenieurin und meine weltweite Erfahrung in erneuerbaren Energien, Umwelt und Entwicklungshilfe habe ich die desaströsen Folgen des Klimawandels und gleichzeitig die Potenziale einer Verhaltensänderung für die Verbesserung des Klimas früh erfahren.

Nach neuesten Erkenntnissen darf die Erderwärmung 1.5°C nicht überschreiten, denn bis dahin hätte unser Ökosystem noch Chancen sich wiederherzustellen. Dazu müssten jedoch die Treibhausgasemissionen um über 95% bis 2050 sinken. Mit anderen Worten dürfte pro Person höchstens 1 Tonne CO2 emittiert werden. Zurzeit liegt der Durchschnitt in Deutschland bei ca. 11 Tonnen CO2 pro Person.

Alle negativen Folgen des Klimawandels sind noch nicht abschätzbar, jedoch sind sie zweifellos katastrophal für die Umwelt und unsere nachfolgenden Generationen. Klimaschutz soll zwar global betrachtet, muss jedoch lokal angegangen werden. Er ist eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der jeder Einzelne seinen Beitrag leisten muss. Alle sind gefragt: Konsumenten und Produzenten; die Politik, Unternehmen und Familien; Länder, Städte und Gemeinden. Um gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben, ist die Zusammenarbeit mit Ihnen als Bürgerinnen und Bürger, den hier ansässigen Bildungseinrichtungen und dem Gewerbe eine wichtige Voraussetzung.

Jeder Mensch kann seinen Teil dazu beitragen, unsere Zukunft zu sichern. Daher freue ich mich darauf, Sie mit einzubinden, so daß wir gemeinsam zum Klimaschutz beitragen. Öffentlichkeitsarbeit ist mir sehr wichtig, um Sie als Bürgerinnen und Bürger über die Projekte der Stadt zu informieren, Sie bezüglich Klimaschutz zu beraten und vor allem zu motivieren, einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. 
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

Herzlich, 
Ihre Klimaschutzmanagerin