Schulzentrum

Auf dieser Seite tragen wir Informationen über den Asbestfund im Schulzentrum Reinbek zusammen. Egal, ob Sie zu den derzeit „Schulangehörigen“ gehören, früher Schülerin oder Schüler waren oder in anderer Form mit der Schule zu tun hatten – hier finden Sie aktuelle Informationen, Erkenntnisse, Ansprechpartner sowie Formulare zum Download.

Was ist Asbest?

Unter dem Begriff Asbest ist eine Gruppe natürlich vorkommender faserförmiger Minerale zusammengefasst. Aufgrund ihrer Eigenschaften - nicht brennbar, reiß- und zugfest, flexibel, elastisch, isolierend - kamen sie auch beim Bau von Gebäuden zum Einsatz. Aber auch im häuslichen Bereich gibt bzw. gab es für etliche Asbestprodukte Verwendungsmöglichkeiten.

Wann ist Asbest gefährlich?

Asbest kann immer dann gefährlich werden, wenn feine Fasern freigesetzt werden und potentiell in die Atemluft gelangen können. Ein reiner Hautkontakt ist unbedenklich.

Welche Asbestprodukte im Schulzentrum waren problematisch?

Problematisch sind die braunen Fassadenplatten des sog. ersten Bauabschnittes, also des westlichen Teils des Gebäudes. Sie waren wie ein Sandwich aufgebaut: Innen und außen jeweils eine fest gebundene Asbestplatte, in der Mitte Styropor. Alle drei Elemente waren miteinander verklebt. Nach dem, was wir wissen, ließ die Wirkung des Klebers mit der Zeit nach. Z. B. bei Wind und Wetter kam es zu Bewegungen des Sandwiches – Styropor und Asbestplatten rieben aneinander, Asbestfasern wurden freigesetzt und fielen in die Aluminiumprofile, in denen die Platten eingeklemmt waren. Vermutlich durch Pumpbewegungen (Wind, Änderung des Luftdrucks) gelangten die Fasern nach außen und in Räume.

Wie hoch waren die festgestellten Werte?

Das ist sehr unterschiedlich. Viele Räume waren gar nicht belastet, weil der Kleber bis zuletzt hielt. In anderen Räumen gab es zum Zeitpunkt der Messungen teils mittlere, teils höhere Belastungen. Wir haben die Werte in einer Ampelgrafik dargestellt. Weitergehende Informationen über die Asbestuntersuchung im Schulzentrum Reinbek können Sie der Informationsvorlage entnehmen. 

Seit wann gibt es eine Belastung?

Das ist nicht feststellbar. Die bisherigen Untersuchungen sprechen für die Annahme, dass die Belastung erst mit nachlassender Wirkung des Klebers, also mit der Zeit, auftraten. Gesichert ist das aber nicht.

Um eine langfristige Verfügbarkeit benötigter Daten und Informationen sicherzustellen, bauen wir eine Datenbank aller Aufenthalte von allen Schülerinnen und Schülern des ehemaligen Schulzentrums auf. Bei uns im Rathaus errichten wir darüber hinaus eine Wissensdatenbank – damit keine Information verlorengeht.

Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums erhalten eine Bescheinigung über den Schulbesuch. Der zuständige Versicherungsträger, die Unfallkasse Nord, ist umfassend über den Asbestfund und die Messungen unterrichtet worden. Diese Bescheinigung ist daher zunächst aufzubewahren und kann im Eventualfall einer eintretenden Erkrankung als Nachweis des Schulbesuches bei der Unfallkasse Nord eingereicht werden.

Sollte die Schulbescheinigung einmal verloren gegangen sein, können Sie diese hier erneut beantragen.

Viele der ehemaligen Schülerinnen und Schüler haben ihren Lebensmittelpunkt vermutlich noch in Reinbek oder der Umgebung, einige von Ihnen mittlerweile unter einem anderen Familiennamen. Wiederum andere sind umgezogen, bisweilen weit weg, mit ganz anderen Adressen und/oder anderem Familiennamen. Auch für Sie sind diese Informationen und auch für Sie sind wir da.

Wenn Sie eine Bescheinigung über den Schulaufenthalt wünschen, benötigen wir einige Angaben wie z.B. Geburtsname und Familienname, Zeitraum des Schulbesuches, aktuelle Wohnanschrift und die Adresse während des Schulbesuches. Bitte nutzen Sie dieses Formular.

Sollte die Schulbescheinigung einmal verloren gegangen sein, können Sie diese hier erneut beantragen.

Lehrerinnen und Lehrer wenden sich bitte an die zuständige Schulaufsichtbehörde.

 

Viele Unternehmen waren mit ihren Mitarbeiter*innen in den vergangenen Jahren im Schulzentrum tätig. Auch für Sie sind diese Informationen und auch für Sie sind wir da. Bei Fragen können Sie sich gerne persönlich an unsere Kolleginnen und Kollegen im Rathaus oder per Email an schulzentrum(at)reinbek.de wenden.

Stadt Reinbek – Abteilung Schule, Kitas und Sport

Frau Jonsson Telefon: 040/727 50 259

Frau Schöning Telefon:  040/727 50 273

E-Mail: schulzentrum(at)reinbek.de

Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Stormarn bietet Ihnen in Gesundheitsfragen zur Asbestbelastung eine Beratung an.

Kreis Stormarn Dr. Günther Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen

Telefon: 04531 160 1428  

E-Mail: j.guenther@kreis-stormarn.de


Die Unfallkasse Nord ist die gesetzliche Unfallversicherung für die (ehemaligen) Schülerinnen und Schüler und alle in der Schule angestellten Personen.

Unfallkasse Nord

Telefon: 0431 64070

E-Mail: ukn(at)uk-nord.de