Klimaschutzmanagement

Förderkennzeichen: 03K08484
Förderquote: 65%
Laufzeit: 3 Jahre (mit Option einer Verlängerung)
Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU)

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Reinbek bildet die Grundlage für die Arbeit des Klimaschutzmanagers. Ziel ist es, Klimaschutzaspekte verstärkt in die Stadt Reinbek und die Verwaltungsabläufe des Rathauses zu integrieren. Der Klimaschutzmanager soll intern wie extern über das Klimaschutzkonzept informieren, es in konkreten Projekten und Maßnahmen umsetzen und Prozesse für eine übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung der wichtigsten Akteure initiieren.
Folgende Klimaschutz-Themen sollen vorrangig bearbeitet werden:

  • Energieeffizienz
  • Erneuerbare Energien
  • Wärmenetze
  • Stadtbegrünung
  • Klimafreundliche Mobilität
  • Bürgerbeteiligung und Bildung

Zuerst werden Klimaschutz-Maßnahmen identifiziert und die Wirtschaftlichkeit ihrer Umsetzung evaluiert. Dann werden die dafür zur Verfügung stehenden Fördermittel festgestellt und die Umsetzung mit den Fachämtern koordiniert. Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß innerhalb der Kommune mindern, werden z.B. von der Kommunalrichtlinie des BMUB gefördert. Dazu zählt u. a. die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Leuchten. Kampagnen, die das Bewusstsein für mehr Klimaschutz innerhalb der Bevölkerung erhöhen, werden teilweise auch gefördert, denn sie sollen relevante Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für ein klimaschutzrelevantes Thema zusammenbringen und sensibilisieren. Klimaschutzmaßnahmen werden zusätzlich zum Monitoring auch einem Controlling unterliegen, zwei wichtige Arbeitsbereiche des Klimaschutzmanagers. Neben der Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz werden darüber hinaus die Erfolge bzw. möglichen Misserfolge der Maßnahmen dokumentiert.

„Jeder ist vom Klimawandel betroffen, ohne Ausnahme. Und wenn wir nichts unternehmen, werden wir, unsere Kinder und unsere Kindeskinder die Folgen tragen müssen. Noch haben wir eine Chance, unsere Zukunft zu gestalten. Ich glaube fest daran, dass wir es noch schaffen werden. Lösungen gibt es bereits und Klimaschutz kann jeder!“ 

Über mich

Bis September 2018 war ich für das Energiespar-Programm „fifty-fifty“ in Reinbek zuständig, das erfolgreich den Energieverbrauch an den eingebundenen Einrichtungen reduzierte. Ich habe Schulen und Kitas dabei unterstützt, den Konsum von Strom, Wärme und Wasser durch umweltbewusstes Verhalten zu reduzieren und klimafreundliche Aktivitäten in den Schulalltag zu integrieren. Zusätzlich arbeitete ich mehrere Jahre als Klimaschutzmanagerin im Bereich Mobilität für die Stadt Mölln. Erfahrung habe ich außerdem beim Fraunhofer Institut in Stuttgart, in den Vereinigten Nationen auf den Philippinen und in der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in Bonn gesammelt. 
Als "Climate Reality Leader", eine vom früheren Vizepräsidenten der USA, Al Gore, gegründete und von ihm persönlich begleitete Initiative, engagiere ich mich in meiner Freizeit in diversen Klimaschutzprojekten und bin Teil eines globalen Netzwerkes von Klimaschützern. Durch meinen akademischen Hintergrund als Ingenieurin und meine weltweite Erfahrung in erneuerbaren Energien, Umwelt und Entwicklungshilfe habe ich die desaströsen Folgen des Klimawandels und gleichzeitig die Potenziale einer Verhaltensänderung für die Verbesserung des Klimas früh erfahren.

Nach neuesten Erkenntnissen darf die Erderwärmung 1.5°C nicht überschreiten, denn bis dahin hätte unser Ökosystem noch Chancen sich wiederherzustellen. Dazu müssten jedoch die Treibhausgasemissionen um über 95% bis 2050 sinken. Mit anderen Worten dürfte pro Person höchstens 1 Tonne CO2 emittiert werden. Zurzeit liegt der Durchschnitt in Deutschland bei ca. 11 Tonnen CO2 pro Person.

Alle negativen Folgen des Klimawandels sind noch nicht abschätzbar, jedoch sind sie zweifellos katastrophal für die Umwelt und unsere nachfolgenden Generationen. Klimaschutz soll zwar global betrachtet, muss jedoch lokal angegangen werden. Er ist eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der jeder Einzelne seinen Beitrag leisten muss. Alle sind gefragt: Konsumenten und Produzenten; die Politik, Unternehmen und Familien; Länder, Städte und Gemeinden. Um gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben, ist die Zusammenarbeit mit Ihnen als Bürgerinnen und Bürger, den hier ansässigen Bildungseinrichtungen und dem Gewerbe eine wichtige Voraussetzung.

Jeder Mensch kann seinen Teil dazu beitragen, unsere Zukunft zu sichern. Daher freue ich mich darauf, Sie mit einzubinden, so daß wir gemeinsam zum Klimaschutz beitragen. Öffentlichkeitsarbeit ist mir sehr wichtig, um Sie als Bürgerinnen und Bürger über die Projekte der Stadt zu informieren, Sie bezüglich Klimaschutz zu beraten und vor allem zu motivieren, einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. 
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

Herzlich, 
Ihre Klimaschutzmanagerin