Lärmaktionsplanung

Mit der Umgebungslärmrichtlinie hat die Europäische Gemeinschaft den Gemeinden ein Konzept vorgegeben, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu mindern und ihnen vorzubeugen.

Die wesentlichen Aufgaben nach der Umgebungslärmrichtlinie sind:

  • Die Ermittlung der Belastung durch strategische Lärmkarten und die Verminderung und Vorbeugung durch Lärmaktionspläne.

Die Landesregierung informiert auf www.schleswig-holstein.de ausführlich über die Lärmaktionsplanung. Für den schnellen Überblick wird der "Leitfaden zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie" empfohlen.

Zu den aktuellen Lärmkarten für Straße und Schiene für die Stadt Reinbek geht es auch direkt hier.


Die aktuelle 3. Stufe der Lärmaktionsplanung der Stadt Reinbek wurde von der Stadtverordnetenversammlung am 28.05.2020 beschlossen, nachdem der Ausschuss für Umwelt und Verkehrsplanung sie am 12.03.20 öffentlich vorgestellt und diskutiert hatte. Die Beteiligung der Öffentlichkeit wurde aufgrund der Corona-Situation online und schriftlich durchgeführt..

Mit der 3. Stufe wurde die Lärmaktionsplanung, der Maßnahmenkatalog für die Lärmminderung, durch den Straßenverkehr im Wesentlichen fortgeschrieben. Von den 38 Maßnahmen der 2. Stufe konnten 21 umgesetzt werden. Die verbleibenden 17 Maßnahmen werden weiter verfolgt und bearbeitet.

Die Bewertung der Lärmsituation an der Eisenbahnstrecke Hamburg-Berlin ist seit der 2. Stufe gesetzlich in der Zuständigkeit des Eisenbahn-Bundesamtes geregelt. Die Lärmkarten für die Schiene werden auch unter den oben genannten Links veröffentlicht. Auch die Lärmquellen Luftverkehr und Industrie würden dargestellt werden, sind in Reinbek allerdings keine maßgebliche Lärmquellen.

Die Lärmaktionsplanung ist alle 5 Jahre zu aktualisieren.

Zur Erstellung neuer Lärmkarten sind Verkehrszählungen und -berechnungen erforderlich. Dazu gab es in der 3. Stufe keinen Bedarf. Aufgrund umfangreicher Straßensanierungen im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren und damit verbundenen Verkehrsumleitungen sind Zählungen auch praktisch nicht durchführbar gewesen. Ein Bedarf an erneuten Verkehrszählungen wird ab dem Jahr 2022 für die 4. Stufe der Lärmaktionsplanung erneut geprüft.