Kostenfreies Lastenrad am Täbyplatz

CO2-neutral Ihren Einkauf befördern

ADFC Stormarn macht's möglich!

Ab Juli 2020 gibt es in drei Orten im Kreis Stormarn ein kostenfreies Lastenrad zum Verleih: Reinbek, Ahrensburg und Bad Oldesloe. Bis zum 30.06.2021 führt der ADFC Stormarn dieses Projekt durch um Stormarner Bürgern ein Lastenrad zur Ausleihe zur Verfügung zu stellen. Dafür ist es erforderlich, so sorgsam wie möglich mit den Lastenrädern umzugehen, damit diese möglichst lange und so vielen Menschen wie möglich zur Verfügung stehen.

ADFC Storman betreibt in Reinbek in Kooperation mit Onkel Dieter's Naturkostladen und dem ADFC Reinbek am Täbyplatz den Verleih eines elektrische betriebenen Lastenrades...KOSTENFREI!

So einfach geht das!

  1. Reservieren Sie das Lastenrad
  2. Beim Naturkostladen Onkel Dieter erhalten Sie bei der Übergabe eine Einweisung und die Sitzhöhe wird optimal eingestellt.
  3. Klimaneutral mit dem Lastenrad z.B. Ihren Einkauf befördern!
  4. Das Lastenrad ist mit einem zweibeinigen Ständer ausgestattet, auf dem das Lastenrad sicher abgestellt werden kann. Verriegeln Sie zur Sicherheit beide Schlösser, den Felgenschloss die Kette, die mit dem gleichen Schlüssel bedient werden.

Selbstverständlich kann das Lastenrad auch ohne elektrische Untersützung gefahren werden.

 

Zur Elektromotorischen Unterstützung:

  • Oberhalb der Steuereinheit befindet sich der Ein-/Ausschalter für den Antrieb. Dieser ist kurz zu drücken, bis sich das Display einschaltet. Es gibt vier verschiedene Unterstützungen: „ECO“, „TOUR“, „SPORT“ und „TURBO“.
  • Die Reichweite beträgt im „ECO“-Modus ca. 60km und im „TURBO“-Modus ca. 20km.
  • Kälte und andere Einflüsse können diese Reichweite ggf. noch verändern. Im Display wird die noch vorhandene Restweite angezeigt.  

Zum Lastenrad:

  • Länge: 2,70 m
  • Breite: 0,60 m
  • Gewicht: ca. 40 kg

Lastenrad jetzt reservieren!

Wichtiges zu den Verkehrsregeln

Auch ein Lastenrad ist ein Fahrrad, unterliegt also denselben StVO-Regeln, die für alle Radfahrer gelten. Somit gelten auch für Autofahrer dieselben Abstands- und Überholregeln:

  • 1,50 m innerorts,
  • 2,00 m außerorts.
  • Der/die Radfahrende selbst hält ca. 1,00 m Abstand zur Bordsteinkante.

Die Radwegebenutzungspflicht ist in Reinbek vor einigen Jahren aufgehoben worden, also sie gilt nur noch in wenigen Straßen und dort somit auch für (einspurige) Lastenräder, wie z. B.:

  • der Sachsenwaldstraße (K26/L314),
  • Haidkrugchaussee (L222),
  • Oher Straße (K26),
  • Möllner Landstr. (L94)

Für alle Straßen ohne Radwegebenutzungspflicht empfiehlt der ADFC die Benutzung der Kfz-Fahrbahn, denn für die in Reinbek üblichen schmalen Radwege sind Lastenräder viel zu groß. Das ADFC-Lastenrad ist dementsprechend mit einer Dauerlichtanlage, einem Rückspiegel und (für den/die FahrerIn) mit einer Signalweste ausgerüstet. Derart ausgestattet, kann man sich auch sicher im sog. Mischverkehr auf der Straße bewegen. Erfahrungen deuten darauf hin, dass Autofahrer vor so einem Gefährt erheblich mehr Respekt empfinden, als vor einem "normalen" Radfahrer.

 

Mehr Information: VCD Verkehrsrecht

Die positive Umweltbilanz der Lastenräder

Lärm- und Schadstoffemissionen des Verkehrsektors sind in vielen Städten ein massives Umweltproblem. Hinzu kommt hoher Flächenverbrauch der PKWs und LKWs. Mit der EU Luftreinhalte-Richtlinie geraten Kommunen zusätzlich unter Handlungsdruck, bis 2030 soll z.B. die Innenstädtische Logistik CO2-neutral sein. Hier setzen zunehmend Unternehmer und private Menschen auf Lastenräder.

Laut einer Studie von „cyclelogistics“, ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt, passieren Transportfahrten fast zur Gänze mit dem PKW oder LKW und könnten quasi etwa die Hälfte aller Transporte im städtischen Raum ersetzen. Die Umwelt wird lokal und global dadurch geschont und das Klima durch den verringerten Ausstoß von schädlichem CO2 entlastet. Im Wirtschaftsverkehr könnten sogar nach der deutschen DLR Studie „Einsatz von Fahrrädern im Wirtschaftsverkehr“ bis zu 23 % der Fahrten auf Transporträder verlagert werden. Dadurch könnten bis zu 2000 Tonnen Stickoxid, 100 Tonnen Feinstaub und 700.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Laut "Fairkehr Magazin" stoßt ein E-Bike (inkl. Produktion von Akku und Strommix) 5,4 g CO2/km aus während z.B. ein Auto (8l/100km) ca. 200 g CO2/km bzw. ein E-Auto (ab 12 Jahren Nutzung) ca. 100 g CO2/km ausstoßt. [Quelle 1, Quelle 2]

Vorteile der Lastenräder (mit und ohne elektrische Unterstützung) sind u.a.: 

  • geringe CO2-Emissionen,
  • keine Luftschadstoffe wie Feinstaub und NOx,
  • keine Lärmbelastung und
  • wenig Flächenverbrauch

Lastenräder punkten auch mit ihren geringeren Anschaffungskosten im Vergleich zu PKW oder LKW und sind dazu wendig, schnell und erlauben die Benutzung von Radwegen und die Zufahrt in sogenannte „Zero Emission“-Zonen, in denen Kraftfahrzeuge nicht erlaubt sind. Im Stadtverkehr, wo vor allem Kurzstrecken zurückgelegt werden, lohnt sich vor allem die Verlagerung zum Zweirad. Vor allem unter dem Hintergrund, dass Kurzstrecken für die PKW-Motoren schädlich sein können.

Wagen Sie also den Versuch in unserer Stadt, vor allem wenn Sie in der Nachbarschaft Täbyplatz einkaufen gehen. Lassen Sie Ihr Auto zuhause, spazieren Sie zum Einkauf und vermeiden Sie unnötigen parkstress. Es lohnt sich!

Quellen:

Kontakt

Bei Fragen zum Lastenrad stehen:

  • Jürgen Hentschke (ADFC Stormarn) unter 0176/ 922 47 656,
  • Reiner Hinsch (ADFC Stormarn) unter 0173 / 8275142,
  • Joachim Becker (ADFC Reinbek) unter 040 - 722 53 57

zur Verfügung.